Solidaritätstafeln

Caritas und Bistum suchen Gastgeber für 30 Solidaritätstafeln im Godehardjahr

Das Bistum Hildesheim sowie der Caritas Diözesanverband Hildesheim nehmen das am 05. Mai 2022 beginnende Godehardjahr als Anlass, um auch auf aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen hinzuweisen und ein klares Signal der Solidarität zu setzen.

In Hinsicht auf das von Bischof Heiner Wilmer ausgerufene Godehardjahr ist die gemeinsame, für alle zugängliche Solidaritätstafel die passende Aktionsform, um auf die oben angesprochene Dynamik aufmerksam zu machen. Über Godehard wird gesagt, dass es ihm stets wichtig war, nah an den Menschen zu sein. Neben dem Zuhören und der Seelsorge stand insbesondere auch der Ausbau der Armenfürsorge im Zentrum von Godehards Handeln.

Was ist eine Solidaritätstafel?

Solidaritätstafeln sind ein Ort der Begegnung – für Arm und Reich, Jung und Alt, für Menschen verschiedener Nationalitäten, für engagierte Christen und kirchenferne Menschen. Beim gemeinsamen Essen entstehen Dialog und gelebte Solidarität.

Caritas und Bistum möchten zwischen Mai 2022 und Mai 2023 insgesamt dreißig Solidaritätstafeln ausrichten - und zwar im gesamten Bistum.

Dafür werden Gastgeber:innen gesucht!

Hierbei kommt es nicht auf die Größe der Veranstaltung an, sondern auf den guten Willen. Ob eine Solidaritätstafel für 50 bis 100 oder für 500 bis 1000 Personen ausgerichtet wird, spielt keine Rolle. Vielleicht bietet sich auch die Möglichkeit vor Ort, vorhandene Infrastruktur zu nutzen. Finanzielle Unterstützung von Seiten des Bistums ist möglich.

 

 

Das Projekt wird gefördert von der Klosterkammer Hannover.

Mit den Solitafeln verbundene politische Forderungen:

Bildungsgerechtigkeit

Nach wie vor hat das Elternhaus bestimmenden Einfluss auf den Schulabschluss und die Berufsausbildung eines Kindes. Qualitativ hochwertige Kindertagesbetreuung, ausreichende Schulsozialarbeit, Lernmittelfreiheit auch in Bezug auf digitale Endgeräte und die Begleitung von Jugendlichen auf dem Weg von der Schule in den Beruf sind erforderlich, um allen die Chance auf eine Berufsausbildung nach ihren individuellen Fähigkeiten zu eröffnen. Im Rahmen der anstehenden Einführung des Bürgergeldes und der Kindergrundsicherung müssen diese Punkte beachtet werden.

Gesellschaftliche Teilhabe

Jeder Mensch braucht Aufgaben, Anerkennung und das Gefühl, sein Leben selbst zu gestalten. Arbeit ist ein zentrales Element zur gesellschaftlichen Teilhabe. Menschen in der Langzeitarbeitslosigkeit müssen zur Arbeit nicht genötigt werden, sie brauchen Ermutigung und Förderung, um sich Arbeit zuzutrauen und damit dazu zu gehören. Je früher diese Ermutigung und Förderung passiert, desto höher sind die Aussichten auf gesellschaftliche Teilhabe. Wir fordern parallel zu der Einführung des Bürgergeldes die Abschaffung der Eingliederungsvereinbarung sowie eine Minderung der Sanktionstatbestände.

Eine sozial gerechte Energiepolitik

Förderungen für die energetische Gebäudesanierung und E-Auto-Prämien erreichen zumeist wohlhabende Haushalte. Einkommensarme Menschen und Familien wohnen häufig in schlecht gedämmten Mietwohnungen mit Öl- oder Gasheizung und haben alte, nicht energieeffiziente Haushaltsgeräte. Ihnen machen die Preisexplosionen an den Energiemärkten und die CO2-Bepreisung in besonderem Maße zu schaffen. Deshalb braucht es eine Erhöhung des Stromanteils im Regelbedarf, die Finanzierung von energieeffizienten Haushaltsgeräten durch Jobcenter und Sozialämter sowie eine Aufteilung des CO2-Preises auf Mieter und Vermieter und eine Klimaprämie mit einer Pro-Kopf-Rückvergütung des CO2-Preises.

Eine Kindergrundsicherung

Sie soll Kindern und Jugendlichen aus einkommensarmen Haushalten die finanziellen Mittel geben, die ihnen ein gutes Aufwachsen ermöglichen. Diese Kinder und Jugendlichen brauchen zudem eine vom Einkommen der Eltern unabhängige bedarfsgerechte Infrastruktur für Mobilität, Sport, Gesundheit und Freizeit.

Eine bedarfsgerechte Bemessung der Regelbedarfe im zweiten und zwölften Sozialgesetzbuch

Die Leistungen, die das Jobcenter und das Sozialamt zahlen, müssen so hoch sein, dass sie nicht nur die Existenz, also das nackte Überleben, sichern, sondern auch ein gewisses Maß an Teilhabe an der Gesellschaft im sozialen und kulturellen Bereich. Angesichts der derzeitigen Preissteigerungsraten ist eine Anhebung des Regelbedarfs für das Jahr 2022 um nur 3 € völlig unzureichend. Die Regelsätze müssen, auch mit Blick auf die aktuellen Preissteigerungen in Zusammenhang mit der Ukraine-Krise, transparent und neu ermittelt werden.

Geplante Termine

  • 10.06.2022 Soltau
  • 19.06.2022 Bleckede, Dahlenburg, Neuhaus/Elbe
  • 01.07.2022 Kloster St. Ludgerus, Helmstedt
  • 10.07.2022 Herz Jesu Kirche, Bremerhaven-Geestemünde
  • 20.08.2022 Hameln
  • 03.09.2022 Salzgitter Lebenstedt
  • 03.09.2022 Schneverdingen
  • 03.09.2022 St. Johannes der Täufer, Celle
  • 04.09.2022 St. Petrus, Buchholz
  • 10.09.2022 Clamartpark, Lüneburg
  • 11.09.2022 Bad Salzdethfurth
  • 17.09.2022 Hannover
  • 25.09.2022 St.Stephanus-Platz, Lüneburg

Nadine Willke

Projektmanagement Godehardjahr 2022-2023
Hauptabteilung Pastoral
Domhof 18-21
31134 Hildesheim
Tel. (05121) 307-341
E-Mail: nadine.willke(ät)bistum-hildesheim.de

Sören Krause

FSJ im Godehardjahr
Hauptabteilung Pastoral
Domhof 18-21 31134 Hildesheim
E-Mail: soeren.krause(ät)bistum-hildesheim.de 

Martin Weimann, Mitarbeiter Caritasverband fuer die Dioezese Hildesheim e.V.

Foto: Jens Schulze

Martin Weimann

Referent Ehrenamt in der Armutsprävention, gefördert durch "Glücksspirale"
Caritasverband für die Diözese Hildesheim e.V.
Moritzberger Weg 1
31139 Hildesheim
E-Mail: martin.weimann@caritas-dicvhildesheim.de 


Oder senden Sie uns gerne eine E-Mail an solitafeln(ät)godehardjahr.de